Quacksalber – Kurpfuscher Teil 2

Zahlreiche weitere  erteilte Privilegien ermöglichten es Eisenbarth schließlich, weite Teile des damaligen Heiligen Römischen Reichs ohne Rücksicht auf Zollschranken – und damit verbundene Abgaben auf mitgeführte Waren – zu bereisen. Weiterlesen

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Quacksalber – Kurpfuscher Teil 1

Ein „Quacksalber“ gibt vor, medizinische Kenntnisse zu haben, die er in Wirklichkeit  nie rechtmäßig erworben hat. Auch einen schlechten Arzt bezeichnet der Volksmund als Quacksalber oder Kurpfuscher. Weiterlesen

Psyche und das Wetter Teil 2

Ein zweiter Aspekt muss bei den Depressiven genannt werden: die Lichtmangel – Depression, die infolge der jahreszeitlichen Veränderungen in Erscheinung treten. Sie äußert sich in Stimmungsschwankungen, den Winterdepressionen, die oft von einer leichten Hochstimmung im Frühjahr abgelöst werden ( vor allem in Kanada, Skandinavien, Finnland, in nördlichsten Gegenden ). Weiterlesen

Psyche und das Wetter Teil 1

Psyche – und das Wetter.

Unter Psyche versteht man die Gesamtheit der Prozesse der höheren Nerventätigkeit des Menschen. Sie ist die fachmännische Bezeichnung für Bewusstsein, Empfinden, Gefühl, Wesen, geistiger Mittelpunkt, eben die Seele, der eigentliche Mensch. Der Körper ist die Wohnung für Geist und Seele. Den Geist hast du, die Seele bist du. Weiterlesen

Masada – Tabor – Ölberg Teil 2

Aus religiöser Sicht ist das Verhalten der Verteidiger Masadas nicht unproblematisch. Die Selbsttötung ist nach jüdischer Lehre verboten, sofern sie nicht die einzige Möglichkeit ist, einer groben Verfehlung zu entkommen. Götzendienst gilt als eine grobe Verfehlung, jedoch ist umstritten, ob die Verteidiger Masadas in jedem Fall zum Götzendienst gezwungen worden wären, wenn sie sich den Römern ergeben hätten. Weiterlesen

Masada – Tabor – Ölberg Teil 1

 

Herodes der Große (*um 73 v. Chr.; † 4 v. Chr. in Jericho), römischer Klientelkönig (unterstand einem anderen Staat und wurde von diesem als König eingesetzt) für Judäa, Galiläa, Samaria und angrenzenden Gebieten,  und Kleopatra VII. (* 69 v. Chr. in Alexandria; †  12. August 30 v. Chr. ebenda) letzte Königin des ägyptischen Ptolemäerreiches und zugleich als letzter weiblicher Pharao, waren Zeitgenossen. Nicht zu verwechseln mit Kleopatra aus Jerusalem, der fünften Gattin des jüdischen Königs Herodes des Großen, der insgesamt zehn zu verzeichnen hatte, mit denen er zahlreiche Kinder zeugte, von denen wenige das Glück hatten, zu überleben.

47 v. Chr. wurde Herodes von seinem Vater als Statthalter von Galiläa eingesetzt. 42 v. Chr. verlobte er sich mit der Hasmonäerin Mariamne und verstieß seine erste Frau Doris. 36 v. Chr. machte Herodes auf Bitten seiner Frau Mariamne seinen Schwager Aristobulos zum Hohenpriester, ließ den 16-Jährigen jedoch nach dessen erstem Auftritt zum Laubhüttenfest nach Abschluss der Feiern im Schwimmbad von seinen Dienern ertränken. Kurz vor seinem Tod hatte Herodes die angesehensten jüdischen Männer in der Rennbahn in Jericho einschließen lassen. Sein Plan war, sie bei seinem Tod ermorden zu lassen, damit die Juden bei seinem Begräbnis weinen würden. Seine Schwester Salome und ihr Mann Alexas vereitelten jedoch den Plan und befreiten die Männer. Zum Zeitpunkt seines Todes war Herodes  dem jüdischen Volk sehr verhasst.

Wirtschaftlich erreichte Herodes  durch die Gewinnung von Erdpech am Toten Meer, die er in Konkurrenz mit Kleopatra betrieb, zeitweilig fast ein Monopol bei dieser für das Kalfatern (eine Tätigkeit beim Schiffbau, bei der die Nähte zwischen hölzernen Schiffsplanken mit Werg oder Baumwolle und Holzteer, Pech oder Gummi abgedichtet wurden) von Holzschiffen so wichtigen Substanz. Die von Herodes während seiner Regierung unaufgelösten bzw. erst geschaffenen Gegensätze führten letzten Endes wieder zur Zerstörung, zum Untergang Judäas und zum Ende aller jüdischen Autonomie auf lange Zeit. Denn der Römer Marcus Antonius, der den Osten des Imperiums beherrschte, war zugleich Geliebter der ägyptischen Königin Kleopatra, die in Herodes einen lästigen Rivalen sah.

Herodes ließ 37-31 v. Chr. die Festung Masada  in drei Phasen  erbauen. Dieser Ort war von Herodes aus strategischen Gründen gewählt worden. Zu dieser  Zeit galt Masada als uneinnehmbar. Masada (Massada) sollte Herodes als Zufluchtsort vor seinen jüdischen Feinden und besonders vor Kleopatra dienen, zu der er u. a. immer wieder gespannte Beziehungen hatte. Nach dem Tode von Herodes war hier eine römische Garnison stationiert.

Das Ende Masadas als Festung zeichnet sich durch ein tragisches Ereignis aus. Im Jahr 66 n. Chr. war der Aufstand gegen die Römer, der Jüdische Krieg,  voll entbrannt. Jüdische Rebellen verschanzten sich in der Festung. Diese Gruppe gehörte den Zeloten, einer radikalen jüdischen Partei, die Jerusalem wegen innerjüdischer Meinungsverschiedenheiten verließen, an. Sie überraschten die römische Garnison und nahmen Masada ein.

Nach der Zerstörung Jerusalems verschanzte sich nun eine Gruppe Zeloten in der Festung Masada, als letzten Zufluchtsort vor den Römern. Im Jahr 72 n. Chr., zwei Jahre nach dem Fall Jerusalems, ließ der Statthalter Flavius die Zehnte Legion gegen die in jeglicher Hinsicht unterlegenen jüdischen Rebellen aufmarschieren, dem letzten Stützpunkt der Juden im Krieg gegen Rom. Sie hielten der Belagerung über einen respektablen Zeitraum stand. Nach annähernd drei Jahren hatten sich die Römer jedoch soweit angenähert, dass eine weitere Verteidigung Masadas unmöglich wurde. Gekämpft hatten 973 Zeloten gegen eine Übermacht von 15000 Römern unter Flavius Silva. Erst als ein 4,5 Kilometer langer Außenwall mit acht Militärlagern und eine Rampe von Landesseite errichtet worden war, boten sich den Römern die Vorraussetzungen für eine Eroberung der Festung. Aber erst der massive Angriff brachte sichtbaren Erfolg. Um sich den römischen Legionären nicht ergeben zu müssen begingen die Verteidiger schließlich kollektiven Selbstmord, am ersten Tag des Passah – Festes. Alles wurde verbrannt, bis auf die Lebensmittel, um zu zeigen, dass sie nicht verhungert wären. Nach Überlieferung des jüdischen Geschichtsschreibers Joseph Flavius überlebten zwei Frauen und fünf Kinder, die sich in einer Wasserleitung versteckt haben sollen und so dem Tod entkamen. Aus Ehrfurcht vor der Ehrentat soll der römische Befehlshaber diesen Frauen und Kindern die Freiheit geschenkt haben.

Der Fall Masadas besiegelte endgültig den Sieg der Römer gegen das jüdische Land und war der Beginn einer lang andauernden Galut (hebräisch), des Exils.

Diese Festung lässt den Besucher sowohl den Mut der Verteidiger als auch deren Bedrängung und Verzweiflung nachspüren. Da Masada neben der politischen auch über eine religiöse Bedeutung verfügt, ist es ratsam, wenn  Touristen dort eine Kopfbedeckung tragen. Dies muss nicht zwingend eine Kippa, eine kleine kreisförmige Mütze aus Stoff oder Leder,  sein. Auf Grund der Sonneneinstrahlung ist ein Hut sinnvoller. Die Kippa bzw. Kopfbedeckung signalisiert Gottesfurcht und Bescheidenheit vor Gott. Frauen trugen einen hauptverhüllenden Schleier, da entblößtes Haupthaar Kennzeichen von Prostituierten war.

Zusammengereagen  H. S.

Krone – Kopfaufsatz Teil 2

Die Krone bildete auch den Kopfschmuck mehrerer ägyptischer Gottheiten. Im Buddhismus und Hinduismus wie im Islam gilt die Krone (gelegentl. mit der Lotosblüte in Verbindung gebracht) als Zeichen der Erhebung des Geistes über den Körper. Im Judentum ist die diademartige Goldkrone Zeichen hohepriesterlicher Würde. Christus ist mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt. Weiterlesen

Jude – Überlebenskünstler Teil 2

Eine biblische Analogie für den wandernden Juden sieht man nach christlicher Interpretation auch in Kain, den Gott nach seinem Brudermord an Abel ebenfalls zur ruhelosen Wanderschaft auf Erden verurteilte (1.Mose 4,12), zugleich aber mit einem Zeichen (Kainsmal) vor Totschlag schützte (1.Mose 4,15). Kain soll danach in das Land Nod gewandert  und Gründer der ersten Städte gewesen sein. Der Name Nod bedeutet „ruhelos“. Weiterlesen